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Virgilkapelle:

Fotos von der Virgilkapelle: linkes Bild: Zugang von der U-Bahn  Station Stephansplatz ...... mittleres Bild: Virgilkapelle ..... rechts Bild: Beschreibung des Virgilkapelle beim Aussichtspunkt in der U-Bahn Station



Fotos von der Virgilkapelle: linkes Bild: Zugang von der U-Bahn Station Stephansplatz ...... mittleres Bild: Virgilkapelle ..... rechts Bild: Beschreibung des Virgilkapelle beim Aussichtspunkt in der U-Bahn Station

 Wichtige Infos:

Virgilkapelle, Wien 

 Anschrift:

unter dem Stephansplatz in der U-Bahn Station

 Telefon:

Wien Museum: (+43 1) 513 58 42

 Öffnungszeiten: 

Um die Virgilkapelle für weitere Jahrhunderte zu erhalten, kann sie aus konservatorischen Gründen nicht besichtigt werden.

 Eintrittspreise: 

freier Zugang in der U-Bahn Station Stephansplatz bis zur Glasscheibe

 Öffentliche
 Verkehrsmittel:

U-Bahn: U1 und U3 Station Stephansplatz


Virgilkapelle

Die Virgilkapelle, eine unterirdische Gruft neben dem Stephansdom in Wien, ist eine Krypta von rechteckiger Form (etwa 6 m × 10 m) mit sechs Nischen. Sie liegt heute etwa 12 m unter dem Niveau des Stephansplatzes.

Geschichte
Die Geschichte der Kapelle ist nicht ganz klar: Ihre Architektur lässt sich auf das frühere 13. Jahrhundert datieren. Zu dieser Zeit war der letzte Herzog aus dem Hause Babenberg, Friedrich der Streitbare (1230 - 1246) Herr von Wien. Es wurde die Hypothese aufgestellt, dass der Herzog, der Wien gerne als Bistum gesehen hätte, eine Krypta für den heiligen Koloman als Schutzpatron der gewünschten Diözese errichten ließ. Die Chroniken erwähnen den Bau jedenfalls nicht, was zu der Vermutung Anlass gibt, dass es sich um ein wie auch immer gescheitertes Projekt handelte.

Jedenfalls wird im Jahre 1307 eine Kapelle der bürgerlichen Familie Chrannest erwähnt. Die Kapelle soll mehrere Altäre gehabt haben, von denen einer dem heiligen Virgil geweiht war.

Im Mittelalter war der Stephansdom von einem großen Friedhof umgeben. Für die Einsegnungen und Totenmessen gab es eine eigene kleine Kapelle, die der heiligen Maria Magdalena geweiht war. Die Virgilkapelle lag genau unter dieser Kapelle. Ein Schacht führte nach oben in die Magdalenskapelle.

Im Jahre 1732 wurde der Friedhof um den Dom aufgelassen. Die Magdalenskapelle brannte im Jahr 1781 ab und wurde nicht wieder aufgebaut (vermutlich weil es ohne Friedhof keinen Bedarf für eine Friedhofskapelle gab). Die Virgilkapelle wurde zugeschüttet und geriet in Vergessenheit.

Im Jahr 1973 wurde im Zuge der Arbeiten an der Wiener U-Bahn die Kapelle wiederentdeckt. Heute befindet sich auf dem Stephansplatz ein Mosaik, das die Umrisse der Kapelle wiedergibt. Die Virgilkapelle hat die Zeiten fast unbeschadet überdauert und gibt dem Besucher einen guten Einblick in die Welt des Mittelalters.


Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Virgilkapelle aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Beim Artikel auf Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.